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Stefan Flohr (am Ball) und seine Mitstreiter vom SSV Meisenheim      wollen den Schwung vom Derbysieg zum Spitzenreiter nach               Bodenheim mitnehmen. Foto: Klaus Castor E2903kc1

Nicht zum Feiern nach Osthofen fahren

Handball-Rheinhessenliga: SSV Meisenheim gastiert am letzten Spieltag beim designierten Meister - HSV Sobernheim empfängt den HC Gonsenheim

Letzter Spieltag in der Handball-Rheinhessenliga. Die Entscheidungen sind im Wesentlichen gefallen. Der SSV Meisenheim ist abgestiegen. Er wird wohl auch am Sonntag (18 Uhr) im Auswärtsspiel den Aufstieg der TG Osthofen nicht mehr verhindern können. Der HSV Sobernheim ist gerettet. Im Heimspiel am Samstag (19.30 Uhr) geht es nur noch um die Platzierung im Endklassement.

Die Zeit des Abschieds ist gekommen. Der SSV Meisenheim verlässt die Handball-Rheinhessenliga. Ein letztes Mal tritt Hubertus Ohliger bei der TG Osthofen als Spielertrainer des SSV an. Auch die Osthofener sagen Tschüss und wandern in die Oberliga ab, es sei denn, die Meisenheimer würden ihnen noch ein Bein stellen. Doch ein Sieg des Letzten beim Ersten? Daran glaubt keiner ernsthaft.

"Die Osthofener werden nichts mehr anbrennen lassen", ist auch Ohliger von einem Sieg der Gastgeber überzeugt. "Wir fahren da als krasser Außenseiter hin." Doch nur, um am Ende mit dem Gegner dessen Erfolg zu feiern und das ein oder andere Freibier abzustauben, wollen die Meisenheimer die Reise nicht unternehmen. "Wir werden uns bemühen, das Spiel lange offen zu gestalten", verspricht Ohliger. "Wir wollen den Osthofenern etwas abverlangen. Sie sollen sich den Aufstieg verdienen. Sonst wäre es vertane Zeit."

Beim HSV Sobernheim verabschiedet sich nach nur einer Saison Thorsten Frank. "Ich würde gerne noch einmal gewinnen", bekennt der scheidende Trainer vor dem Heimspiel gegen den HC Gonsenheim. "Das wäre ein schöner Abschluss." Zumindest ein Unentschieden bräuchte der HSV, um in der Abschlusstabelle nicht noch um einen Platz abzurutschen.

Doch die Gäste sind als aktueller Dritter leicht favorisiert. Das gut eingespielte Team präsentiert Tempohandball. Die Bad Sobernheimer müssen die Achse Rückraum - Kreisläufer unter Kontrolle bringen. Auch auf den Außenpositionen sind die Gonsenheimer gut besetzt. "Vieles wird davon abhängen, ob wir in der Abwehr die richtige Einstellung finden", erklärt Frank. "Beide Mannschaften können befreit aufspielen. Deshalb könnte es ein schönes Spiel werden." Allerdings muss er auf Sandro Becker verzichten. (ga)